Goldborn-Lamas
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Goldborn - Lamas
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Neuweltkameliden dienen in ihren Ursprungsgebieten Südamerikas auch heute noch als Lasttiere und Wolllieferanten. Bei uns in Europa werden sie aufgrund ihres ruhigen und ausgeglichenen Wesens in erster Linie als Hobby- und Freizeittiere gehalten. Sie werden auch erfolgreich in der tiergestützten Therapie eingesetzt.

Lamas und Alpakas stellen bei der Haltung und Pflege an ihre Besitzer keine hohen Ansprüche. Sie sind äußerst genügsam und robust. Neuweltkameliden haben eine Lebenserwartung von ca. 20 -25 Jahren.

Bereits die Inkas nutzten Lamas zum Transport ihrer Waren. Kräftige Hengste können bis zu 30 Kilo Gepäck tragen. Als Schwielensohler mit je 2 Nägeln behandeln sie zudem den Boden äußerst schonend und sind sehr trittsicher auch bei schwierigem Gelände. In den südamerikanischen Anden, sind sie in Höhen bis 4.000 m extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Unser Klima ist daher kein Problem.

Lamas und Alpakas sind in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt.

Neuweltkameliden haben ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sollten daher niemals allein gehalten werden. Sie lassen sich zwar problemlos mit anderen Tieren vergesellschaften (wie z.B. mit Pferden, Schafen, Ziegen und Eseln) sollten aber dennoch nur in einer Gruppe von mindestens zwei Tieren gehalten werden.

Die Haltung von mehreren Hengsten in einer gemischten Herde ist nicht möglich, da der Leithengst keinen Konkurrenten neben sich duldet. Die Haltung von mehreren Hengsten in einer eigenen Hengstgruppe ist meist problemlos.

Neuweltkameliden sind mit ihren Futteransprüchen sehr bescheiden. Heu, Wasser und Mineralien müssen allerdings immer zur freien Verfügung stehen.

Die Tiere legen gemeinsame Kotplätze an, was die Pflege sehr vereinfacht. Gerne nehmen sie ein ausgiebiges Sandbad. Steht kein Sandplatz zur Verfügung, so legen sich die Tiere selbst einen an. Dieser wird dann immer von der ganzen Gruppe genutzt.

Neuweltkameliden zählen zur Gattung der Paarhufer, Unterkategorie Schwielensohler. Sie haben nur zwei Zehen und laufen auf sogenannten Ledersohlen. Sie sind auch in unwegsamen Gelände sehr trittsicher und Grünflächen werden sehr viel weniger beschädigt, als bei herkömmlichen Nutztieren. Man setzt Lamas und Alpakas daher auch als Landschaftspfleger ein.

Bei der Pflege ist darauf zu achten, dass regelmäßig die Zehennägel gekürzt und je nach Wolltyp alle 1-2 Jahre geschoren werden muss. Krankheiten gegenüber sind Lamas und Alpakas im allgemeinen sehr robust. Zwei mal im Jahr sollte jedoch gezielt entwurmt werden. Auch gibt es in Europa einige Pflanzen die für Neuweltkameliden giftig sind, wie Rhododendron und Oleander, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Der Ursprung unserer heutigen Lamas liegt in hoher Wahrscheinlichkeit bei den Guanakos, auch Wilde Lamas genannt. Bei den Lamas unterscheidet man zwischen vier Wolltypen.

1- Das Classic-Lama eignet sich durch eine Schulterhöhe von 110 bis 125 cm und der weniger ausgeprägten Bewollung am besten als Lasttier bei Wanderungen.

2- Das Medium-Lama steht in der Größe dem Classictyp in nichts nach, die Bewollung  ist jedoch etwas üppiger, wodurch im Sattelbereich öfter geschoren werden muss.

3- Das Wolly-Lama wird in erster Linie zu Showzwecken und zur Wollgewinnung gezüchtet. Sie sind kleiner als die Classic- oder Medium-Lamas, haben aber wie der Name schon sagt, sehr starke Bewollung.

4- Der vierte Wolltyp ist das Suri-Lama, das allerdings noch eine untergeordnete Rolle spielt. Das Zuchtziel dieser Tiere liegt in einem einheitlichen Vlies aus langer gekräuselter und glänzender Wolle.
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© Rüdiger Müller